Dass, was sonst streng verboten ist wird einmal im Jahr möglich – Paddeln durch das Zentrum der Hauptstadt. Der sonst von Oberbaumbrücke bis Lessingbrücke für Kleinfahrzeuge gesperrte Abschnitt der Spree ist im Rahmen der „Stadtdurchfahrt“ für Ruderer und Kanuten einmal im Jahr von 09:00-14:00 Uhr freigegeben.

Familie Melle begab sich früh an den Start. Renate und Kai trafen sich am Morgen des 13.09.2025 am Wohnsitz in Erkner, um mit zwei Booten auf dem Autodach zur Einstiegstelle am Treptower Park zu fahren.
Dort gab es nicht nur zu der frühen Stunde (08:20) einen Parkplatz, sondern auch drei freundliche Helfer vom LKV, die beim Einstieg behilflich waren und uns als Erstteilnehmern jede Frage geduldig beantworteten.
Zunächst paddelten wir zur Stempelstelle, wo in unsere extra mitgebrachten Papierfahrtenbücher den Stempel „Tag des manuellen Wassersports“ abholten.

Dann paddelten wir in Richtung Oberbaumbrücke und sahen weit und breit nur Ruderer. Nach der Einfahrt in die „Verbotszone“ kam dann bald die Mühlendamm-Schleuse in die wir glücklicherweise sofort einfahren konnten. Hier war alles sehr gut organisiert und es gab nicht nur freundliches Schleusenpersonal, sondern auch weiter Helfer vom Paddel- und Rudervereinen. Ein paar übereifrige Ruderer wurden von der versammelten Schleusenfüllung an Booten auf die Gültigkeit der Ampelsignale zur Ausfahrt hingewiesen und ab ging es in den Regierungsbezirk.






Das Wetter war traumhaft Sonne, kleine Wölkchen hier und da, und fast kein Wind. Wir durchquerten das Zentrum der Macht und begegneten nun endlich auch anderen Paddlern, die uns fast alle entgegenkamen – die Sportsfreunde aus Erkner begegneten sich hier. Wir trafen auch viel andere Paddler, die man von der einen oder anderen Veranstaltung her kannte. Das „Hallo“ war jedoch unter den vielen Ruderern noch größer – dort kennt wohl jeder jeden.
Wir fuhren bis zum Ende der sonst gesperrten Strecke an Verschiedenen mehr oder weniger talentierten Straßen-Musikern und Schloss Bellevue vorbei, wo eine Veranstaltung im Garten mit Konzertmusik stattfand. Die „Gold-Else“ glänzte im Sonnenschein.

Ein Stück hinter der Lessingbrücke drehten wir um und machten uns auf den Rückweg, der bis auf den etwas stärkeren Wind (natürlich von vorn) genauso schön war wie die Hinfahrt. Am Treptower Park angekommen hatten wir 23,8km auf dem Tracker und waren voller schöner Eindrücke. Auch die anderen Teilnehmer haben beste Erinnerungen. Wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.
