In der sechsten Ferienwoche wurde die Märkische Umfahrt absolviert. Los ging es am Montag mit dem Verstauen des Gepäcks in bzw. auf die drei Zweier. Tetris lässt grüßen 😊. Erstes Etappenziel war der Ruderverein in Zernsdorf. Auf dem Weg dorthin haben wir die Schleuse Neue Mühle passiert, bei der wir ungewohnter Weise erst im zweiten Schleusengang mitgenommen wurden, da vor uns fünf (!) Motorboote gewartet haben. Gerade noch rechtzeitig vor dem Regenschauer konnten wir unser Gepäck in Zernsdorf ausladen und in einer Regenpause einkaufen gehen. Überraschung des Tages: Ein Sportler hatte weder Handtuch, Duschbad noch Zahnpasta dabei. Dafür ein Anderer ganze vier (!) Kuscheltiere.



Dienstag ging es dann weiter die Dahme stromauf Richtung Spreewald, wobei wir wieder 2x geschleust wurden (Prieros, Hermsdorfer Mühle). Anschließend mussten wir bei zwei Bootschleppen direkt hinter Märkisch Buchholz selbst Hand anlegen. Mit Passieren der Doppelschleuse Leibsch waren wir dann bereits wieder auf der Spree unterwegs und 2 m später am Etappenziel, Wasserwanderratsplatz Quappe, angekommen.
Mittwoch wurde es zunächst sportlich, da wir an der Schleuse Alt Schadow umtragen mussten. Glücklicherweise konnten wir hier einen Bootswagen des örtlichen Kioskes nutzen. Nach der Mittagspause haben sich die Himmelsschleusen geöffnet und unsere Regenjacken einem Praxistest unterzogen. Ergebnis: 2x grottig, 3x gut mit kleinen Abstrichen. In Beeskow angekommen hieß es dann folgerichtig duschen & aufwärmen, bevor wir gemeinsam die Stadt erkundet haben.
Donnerstag ging es weiter die Spree heimwärts Richtung Etappenziel Große Tränke. Beim Abzweig in die Drahendorfer Spree begrüßte uns ein Schild „Bootsschleppe gesperrt. Umtragen nur per Hand möglich“. Großartige Aussichten ☹. Da alle mit angepackt haben ging es letztlich doch ganz gut. Belohnt haben wir uns mit einer kleinen Mittagspause außerhalb des Bootes. Nach 14 „spannenden“ Kilometern auf dem Oder-Spree-Kanal erreichten wir Fürstenwalde. Hier konnten wir wieder einen örtlichen Bootswagen nutzen, um Kräfte für die letzten 6 km bis zum Etappenziel zu sparen.



Am Freitag hieß es dann das letzte Mal Boote packen. Die verbliebenen 36 km zum Verein vergingen fast wie um Flug. Gegen 13:30 Uhr erreichten wir den Verein nach ca. 180 km gepaddelten Kilometern.
