{"id":3335,"date":"2011-10-04T10:21:17","date_gmt":"2011-10-04T09:21:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kc-erkner.de\/?p=1142"},"modified":"2015-07-14T14:30:33","modified_gmt":"2015-07-14T14:30:33","slug":"vxx-internationale-dunajec-fahrt-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/?p=3335","title":{"rendered":"VXX. Internationale Dunajec-Fahrt  2011"},"content":{"rendered":"<p>Von Ursula M\u00fcller, Erkner (Text &amp; Fotos), Ute Krabel, Berlin, Karl-Heinz Petereit, Greiz und J\u00f6rg F\u00f6rster, Halle (Fotos)<\/p>\n<p>\u201eDunajec\u201c hei\u00dft das Zauberwort, dass uns alle Jahre wieder am\u00a0 Wochenende nach\u00a0 Pfingsten in unser Nachbarland Polen zieht, um im Rahmen der internationale Wildwasserwoche im polnisch-slowakischen Grenzgebiet an der Dunajec-Fahrt und &#8211; damit sich die lange Reise besser lohnt &#8211; vorher auch an der Poprad-Fahrt teilzunehmen &#8211; und das\u00a0 regelm\u00e4\u00dfig\u00a0 schon seit 1975. Einige Sportfreunde sind\u00a0 von Anfang an dabei. Die wunderbare Berglandschaft der Nationalparks Beskiden und Pieniny-Gebirge, die freundliche Atmosph\u00e4re, das gesellige Beisammensein mit langj\u00e4hrigen Freunden und vor allem die reizvollen \u00fcber jeweils 90 km fast unverbauten Fl\u00fcsse mit schnellem Wasser, aber auch die spannenden Wettfahrten auf dem Dunajec, ziehen uns immer wieder dorthin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1147\" title=\"1\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/12.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" \/><\/p>\n<p>Wir, das sind die Kanuten des SV Union Zwickau, an die sich noch einige\u00a0 Sportfreunde aus Th\u00fcringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg angeschlossen haben. Unter der Leitung des Pr\u00e4sidenten, Uwe Enke, und des langj\u00e4hrigen Fahrtenleiters, Heinz Brenner, begeben sich neun Kanuten am Freitag, dem 26. Mai 2011 in Zwickau auf die Reise, nehmen in Dresden noch zwei Sportfreunde auf und machen in Krakau zur \u00dcbernachtung Station. Hier schlie\u00dfen sich noch zwei Berlinerinnen der Gruppe an.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Vormittag bummeln wir individuell in Krakau vor allem in der Altstadt rund um die Tuchhallen, besichtigen den Wawel, die Residenz der polnischen K\u00f6nige, kaufen Andenken \u2013 oder nicht &#8211; und besorgen uns polnisches\u00a0 Geld. Schlie\u00dflich landen wir alle in einem gem\u00fctlichen Biergarten gegen\u00fcber dem Pulverturm, stillen unseren Durst, freuen uns\u00a0 an Seifenblasenkunst und genie\u00dfen das pulsierende Leben mit viel Kultur in dieser bezaubernden Stadt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1149\" title=\"2\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1150\" title=\"3\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1151\" title=\"4\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/4-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1153\" title=\"5\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/51-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" \/><\/p>\n<h3>XLVI. Internationale Kanufahrt auf dem Poprad<\/h3>\n<p>(XLVI Miedzynarodowy Splyw Kajakowy na Popradzie [Leluchow &#8211; Stary Sacz])<br \/>\n29.5.-01.06.2011<\/p>\n<p>Am Nachmittag geht es\u00a0 weiter nach Piwniczna Zdroj zum Biwak \u00a0f\u00fcr die Wanderfahrt auf dem Poprad. Nach freundlichem \u201eHallo\u201c mit Krzystof, dem polnischen Fahrtenleiter, wird z\u00fcgig aufgebaut. Zwei weitere Sportfreunde aus M\u00fchlhausen und nicht zu vergessen, unser liebenswerter langj\u00e4hriger Dolmetscher Otokar Balci, machen unser Team komplett.<\/p>\n<p>Nun gilt unser erster Blick dem Fluss: \u201eGanz sch\u00f6n wenig Wasser\u201c! Der Wasserstand \u00e4ndert sich \u00fcber Nacht drastisch, denn langanhaltende wolkenbruchartige Regeng\u00fcsse f\u00fcllen den Fluss und leider auch einige Zelte ausreichend mit Wasser. Das ist nicht der\u00a0 einzige heftige Regen dieser Fahrt, aber erfreulich ist, dass wir auch an jedem Tag viel Sonne und W\u00e4rme haben und alles immer wieder pr\u00e4chtig trocknet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1156\" title=\"B\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/6-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1157\" title=\"7\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/7-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1158\" title=\"8\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/8-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Am Sonntagmorgen bekommt jede Bootsbesatzung eine Startnummer, dann geht die Fahrt mit Autos und Booten im Konvoi zum Start nach Leluchow, einem Grenzort zur Slowakei \u2013 Boote abladen, Autos und H\u00e4nger zur\u00fcck zum Zeltplatz, Autofahrer zur\u00fcck zum Start. Dort wird die Fahrt mit einem erfreulich kurzen Zeremoniell offiziell er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Endlich k\u00f6nnen wir aufs Wasser! Die Paddelfahrt nach Zegiestow ist ebenso, wie alle folgenden Etappen, reiner Genuss. Der Fluss f\u00fchrt uns durch eine wunderbare Berglandschaft vorbei an kleinen malerisch gelegenen Ortschaften.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1160\" title=\"9\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/9-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1161\" title=\"10\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/10-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1162\" title=\"11\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>In Zegiestow \u00a0werden die Boote abgelegt (bewacht!) und die Teilnehmer der Fahrt mit dem Veranstalter-Bus zur\u00fcck zum Lager \u00a0transportiert. Viele wunderbare Eindr\u00fccke haben wir dann auch bei unserer leichten Bergwanderung am Nachmittag mit echten Walderdbeeren, sch\u00f6nen Bergblumen\u00a0 und herrlicher Aussicht\u00a0 von oben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1163\" title=\"12\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/121-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1164\" title=\"13\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/13-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1165\" title=\"14\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/14-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Am Montag endet die zweite\u00a0 Etappe direkt am Zeltplatz. Den folgenden Ruhetag nutzen einige Sportfreunde wieder zum diesmal anspruchsvollen Wandern, andere bleiben gem\u00fctlich beim Skat, die Mehrheit l\u00e4sst sich von Otokar in eine alte als Museum genutzte Burg in das slowakische Kezmarok f\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1166\" title=\"15\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/15-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1167\" title=\"16\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/16-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1168\" title=\"17\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/17.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Am Abend sitzen wir alle am Lagerfeuer, singen gemeinsam und nehmen schon Abschied von den Freunden, denn am n\u00e4chsten Tag ist die letzte\u00a0 Poprad-Etappe. Sie f\u00fchrt uns am Mittwoch von Piwniczna Zdroj nach Stary Sacz. Dazu m\u00fcssen wir am Morgen das Zeltlager abbauen, das Gep\u00e4ck verstauen und die\u00a0 Autos an das Etappenziel fahren, damit nach dem Paddeln gleich der Umzug zum Dunajec erfolgen kann. Auf dem gesamten Poprad haben wir schnelles Wasser, \u00a0immer wieder sch\u00f6ne Schwallstrecken, ein tolles Landschaftspanorama und insgesamt beste Paddelbedingungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1169\" title=\"18\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/18-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1170\" title=\"19\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/19-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" \/><\/p>\n<p>Am Etappenziel laden wir die Boote auf den H\u00e4nger und los geht es \u00fcber die Berge zum Campingplatz in Kroscienko an den Dunajec. Unterwegs k\u00f6nnen wir in der Ferne das gesamte Bergpanorama der Hohen Tatra bewundern.<\/p>\n<h3>LXX. Internationale Jubil\u00e4ums-Kanufahrt auf dem Dunajec<\/h3>\n<p>(LXX Jubileuszowy Miedzynarodowy Splyw Kajakowy na Dunajcu [Nowy Targ &#8211; Nowy Sacz])<br \/>\n02.06.-04.06.2011<strong> <\/strong><\/p>\n<p>In Kroscienko wird doch alles sehr viel offizieller: Meldelisten, Registratur, Startnummern und Handgelenkb\u00e4ndchen f\u00fcr jeden Teilnehmer, Sicherheitskr\u00e4fte, ein gr\u00f6\u00dferer Organisationsstab, 305 gewertete Teilnehmer (auf dem Poprad waren es ca. 40). Bei den Wettfahrten ist Schwimmweste Pflicht!<\/p>\n<p>Wegen der Feierlichkeiten zu Fronleichnam beginnt die Er\u00f6ffnungsveranstaltung am Donnerstag in Nowy Targ erst um 13.00 Uhr. Wir fahren mit unseren Booten zum Start, die Fahrzeuge m\u00fcssen zum Tagesziel nach\u00a0 Mizerna\u00a0 umgesetzt werden. Die feierliche Er\u00f6ffnung mit B\u00fcrgermeister und vielen Offiziellen zieht sich hin\u00a0 &#8211;\u00a0 lange Reden, in denen ausf\u00fchrlich das Jubil\u00e4um aus Anlass der 70. Dunajecfahrt<em> <\/em>gew\u00fcrdigt wird,\u00a0 und kurze Anweisungen f\u00fcr die Wettk\u00e4mpfer.<\/p>\n<p>Die erste Etappe besteht aus einem Limit-Zeitfahren, d. h., bei \u00dcber- oder Unterschreitung des Zeitlimits erfolgt Punktabzug. Zwei Wehre m\u00fcssen umtragen werden. Das Ziel ist in diesem Jahr unmittelbar vor dem Stausee. Wir haben alle unsere Zeit\u00a0 geschafft, das ist schon mal ein wichtiges Punktepolster. Die letzten vier Kilometer \u00fcber den Stausee ohne Zeitdruck werden uns ganz sch\u00f6n lang. Am Ziel ist uns die warme Suppe willkommen. Die Boote werden aufgeladen und bei der R\u00fcckfahrt zum Zeltplatz am Start zur zweiten Etappe unterhalb der Staumauer in Sromowce Wyzne in einem eingez\u00e4unten Areal abgelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1171\" title=\"20\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1172\" title=\"21\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/21-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1173\" title=\"22\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/22-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Die zweite Etappe beginnt am Freitag mit einem Einzel-Zeitfahren. Die Strecke ist sch\u00f6n, mit Schwallstrecken und Kehren und mit gelegentlich breit laufendem, oft zweigeteiltem Fluss. Da ist die g\u00fcnstigste und schnellste Fahrlinie nicht immer leicht zu finden und die Erfahrungen vergangener Jahre machen sich bezahlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anstrengungen entsch\u00e4digt uns der darauf folgende Pieniny-Durchbruch, der seit \u00fcber 100 Jahren als Touristenattraktion bekannt ist und gl\u00fccklicherweise gem\u00fctlich ohne Wertung gefahren werden darf. Der das Pieniny-Gebirge durchbrechende schmal zusammengedr\u00e4ngte Fluss zu F\u00fc\u00dfen der \u201eDrei Kronen\u201c, eingebettet in hohe, steile Felsh\u00e4nge mit engen Kurven und sch\u00f6nen Schwallstrecken, l\u00e4sst jedes Kanuten-Herz h\u00f6her schlagen. Auch unerfahrene Paddler k\u00f6nnen hier ganz gut passieren, wenn sie den zahlreichen Touristenfl\u00f6\u00dfen folgen, die den manchmal einzig m\u00f6glichen Weg anzeigen.<\/p>\n<p>Schade, dass wir in diesem Jahr keine Zeit f\u00fcr den in zweierlei Hinsicht \u201eatemberaubenden\u201c Aufstieg zu den \u201eDrei Kronen\u201c haben. Zun\u00e4chst verliert man beim Aufstieg schnell den Atem, aber wenn man es bis nach ganz oben auf den Aussichtsturm geschafft hat, ist der Blick ergreifend sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Am Zeltplatz angekommen, ist nach einer guten Erholungspause f\u00fcr den Nachmittag \u201eSlalom\u201c angesagt. Hier scheidet sich nun schon ein wenig die \u201eSpreu vom Weizen\u201c, denn nicht alle Teilnehmer stellen sich dieser Herausforderung. Manche \u00a0Zuschauer freuen sich \u00fcber gelegentliche Kenterungen. Aus unserer Mannschaft gibt jeder sein Bestes, und langsam wird der Blick auf die Ergebnislisten interessant.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1174\" title=\"23\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/23-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1175\" title=\"24\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/24-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1176\" title=\"25\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/25-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, am Samstag, beginnt die dritte und f\u00fcr uns letzte Etappe vom Zeltplatz aus mit dem \u201ePilarski-Mannschafts-Rennen\u201c. F\u00fcnf Boote aus mindestens zwei verschiedenen Bootsklassen bilden jeweils eine Mannschaft. Wir k\u00f6nnen zwei Mannschaften ins Rennen schicken. Der Wettkampf endet in Tylmanowa vor einer der wichtigsten Slalom-Trainingsstrecken in Polen.<\/p>\n<p>Sonst nutzen wir diese sch\u00f6ne Anlage meistens f\u00fcr eine Pause und schauen beim Training zu. Es regnet aber schon den ganzen Tag und wir steigen am Wettkampf-Ziel nicht aus, sondern fahren gleich weiter zum noch weit entfernten Etappenziel in Jazowsko. Der Fluss wird jetzt breiter und ist nicht mehr so schnell. Nass, frierend und ersch\u00f6pft k\u00e4mpfen wir uns durch eine Ger\u00f6llstrecke ans Ufer und schleppen unsere Boote gef\u00fchlte 500 m durch dichten Uferbewuchs. Wir haben \u00a0nicht die optimale Ausstiegsstelle erwischt. Wahrscheinlich waren wir zu schnell, \u00a0denn das Ziel \u201eMETA\u201c ist noch nicht aufgebaut, aber oben auf dem \u201eSportplatz\u201c stehen Heinz und Otokar mit Bus, H\u00e4nger und Auto und vor allem mit trockenen und warmen Sachen f\u00fcr jeden Wettk\u00e4mpfer. Bevor sich auch unsere zweite Mannschaft zum Ziel gek\u00e4mpft hat, h\u00f6rt der Regen auf, die Sonne bricht durch und schon ist alles gut. Otokar und Heinz haben schon begonnen, herumliegendes Treibholz f\u00fcr ein Lagerfeuer in den H\u00e4nger zu laden. Wir helfen alle mit, so ist f\u00fcr einen gem\u00fctlichen Abend vorgesorgt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1177\" title=\"26\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/26-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1178\" title=\"27\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/27-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1179\" title=\"28\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/28-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn f\u00fcr uns bei den Dunajec-Fahrten vor allem der Spa\u00df im Vordergrund steht, ist uns \u201ealten Hasen\u201c doch auch der Wettkampfkick immer wieder willkommen. Bei der Siegerehrung am Nachmittag in Kroscienko k\u00f6nnen wir dann kr\u00e4ftig jubeln. So gut war die Mannschaft lange nicht platziert. Wir erhalten f\u00fcr den dritten Platz in der Mannschaftswertung hinter den Mannschaften aus Krakau und Lettland einen Pokal und ein Boot als Preis. Auch in der Einzelwertung k\u00f6nnen Mannschaftsmitglieder Medaillen und Preise f\u00fcr zwei zweite und zwei dritte Pl\u00e4tze in Empfang nehmen und zu unserer Begeisterung hat sich die Berlinerin, Anne Fathke, den Sieg im Kajak-Einer der Frauen geholt. Geehrt werden auch Wolfgang K\u00f6hler (78) als \u00e4ltester Teilnehmer und Heinz Brenner und nochmals Wolfgang K\u00f6hler f\u00fcr die h\u00e4ufigste Teilnahme an der Dunajec-Fahrt (beide mehr als 30 Mal).<\/p>\n<p>Abends am Lagerfeuer lassen wir die Fahrt gem\u00fctlich ausklingen in der Hoffnung, uns alle im n\u00e4chsten Jahr wiederzusehen. Den Sonntag nutzen wir f\u00fcr die Heimfahrt und m\u00fcssen auf die letzte Etappe nach Nowy Sacz, eine reine Wanderfahrt, leider verzichten.<\/p>\n<h3>Erinnerungen an 2010<\/h3>\n<p>Bedingt durch den naturbelassenen Charakter der beiden \u00a0Fl\u00fcsse sind die Paddelbedingungen von Jahr zu Jahr je nach Wasserstand sehr unterschiedlich. Das tr\u00e4gt eigentlich zum besonderen Reiz dieser Fahrt bei.<\/p>\n<p>Im zur\u00fcckliegenden Jahr\u00a0 haben das die Veranstalter und Teilnehmer einmal negativ zu sp\u00fcren bekommen. Bereits in den Wochen vor der Fahrt waren gro\u00dfe Teile Polens von starkem Hochwasser betroffen, so dass wir schon auf eine Teilnahme verzichten wollten. Nur auf ausdr\u00fcckliche Bitte der polnischen Organisatoren und die Versicherung, dass die Fahrt auf jeden Fall stattfindet, hatten wir uns auf den Weg gemacht.<\/p>\n<p>Am Poprad waren die Spuren des Hochwassers noch deutlich sichtbar, das Wasser wesentlich h\u00f6her als normal und die ersten beiden Etappen bescherten uns superschnelles Wasser und tollen Paddelspa\u00df. In der n\u00e4chsten Nacht kam dann der Dauerregen und wir konnten uns am \u201eRuhetag\u201c nicht vom Platz r\u00fchren, daf\u00fcr aber den st\u00e4ndig steigenden Fluss beobachten. Die meisten anderen polnischen und ungarischen Sportfreunde begannen, ihre Zelte auf eine h\u00f6her gelegene Wiese umzusetzen. Als Krzystof uns die Nachricht brachte, dass die dritte Etappe abgesagt ist, weil in der Nacht mit einer Flutwelle zu rechnen w\u00e4re, entschlossen wir uns, das Lager abzubauen und in einer Pension zu \u00fcbernachten. Inzwischen war die Wiese, auf der die Zelte und Busse standen, total durchweicht. Nur mit Hilfe eines von Krzystof organisierten Traktors schafften wir es, die Busse auf die Stra\u00dfe zu bringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1180\" title=\"29\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/29-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1181\" title=\"30\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/30-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1182\" title=\"31\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/31-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Bevor wir am n\u00e4chsten Tag zum Dunajec fuhren, wollten wir uns unbedingt nochmal den Poprad ansehen. Die gesamte zum Zelten genutzte Parkfl\u00e4che war total \u00fcberschwemmt und von den Parkb\u00e4nken nur noch das oberste Brett zu sehen. Die Dixi-Klos standen in knietiefem Wasser und der Fluss str\u00f6mte so schnell, dass man sich nicht vorstellen konnte, dass man paddeln und bei Gefahr den Fluss dann auch unbeschadet verlassen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1183\" title=\"32\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/32-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1184\" title=\"33\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/33-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1185\" title=\"34\" src=\"http:\/\/www.kc-erkner.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/34-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Am Dunajec angekommen, suchten wir uns vorsichtshalber auf dem Campingplatz die h\u00f6chst gelegene freie Fl\u00e4che f\u00fcr den Zeltaufbau. Die Er\u00f6ffnung und die erste Etappe wurden bei sch\u00f6nem Wetter durchgef\u00fchrt. Das Paddeln hat in dem sehr reichlich Wasser f\u00fchrenden Fluss viel Spa\u00df gemacht, obwohl durch angeschwemmtes Treibholz einige Stellen etwas schwierig waren. In der Nacht kam dann ein richtiges Gebirgsgewitter mit stundenlangem wolkenbruchartigem Regen untermalt von Blitz und Donner und gegen Mitternacht wurde \u00fcber Lautsprecher die R\u00e4umung des Campingplatzes angeordnet.<\/p>\n<p>Als unser letztes Zelt im Dunkeln und bei immer noch heftigem Regen abgebaut war, hatten wir noch drei Meter bis zur Wassergrenze. Das Warten in der Fahrzeug-Schlange auf die M\u00f6glichkeit, den Platz zu verlassen, zerrte ganz sch\u00f6n an den Nerven. Als wir schlie\u00dflich drau\u00dfen waren, entschlossen wir uns, \u00fcber die Br\u00fccke auf die h\u00f6her gelegene andere Flussseite zu fahren.<\/p>\n<p>Hier erlebten wir ein anr\u00fchrendes Beispiel selbstloser Hilfsbereitschaft. Als wir ratlos im str\u00f6menden Regen vor der Kirche standen, sprach uns eine Frau, nur notd\u00fcrftig bekleidet, mit Umschlagtuch und gro\u00dfem Schirm an, ob sie helfen k\u00f6nne und bot uns vier Betten an. Wir waren neun \u2013 total durchweicht und verdreckt &#8211; und kamen mit Matten und Schlafs\u00e4cken dicht gedr\u00e4ngt alle bei ihr unter und sie wollte nichts daf\u00fcr haben: \u201eHilfe in der Not l\u00e4sst man sich nicht bezahlen!\u201c So extreme Wetterverh\u00e4ltnisse hatten auch die \u00e4ltesten unserer Sportfreunde auf dieser Fahrt noch nicht erlebt und in Polen wird man sich noch lange an das \u201eJahrhunderthochwasser\u201c erinnern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDunajec\u201c hei\u00dft das Zauberwort, dass uns alle Jahre wieder am  Wochenende nach  Pfingsten in unser Nachbarland Polen zieht, um im Rahmen der internationale Wildwasserwoche im polnisch-slowakischen Grenzgebiet an der Dunajec-Fahrt und &#8211; damit sich die lange Reise besser lohnt &#8211; vorher auch an der Poprad-Fahrt teilzunehmen &#8211; und das  regelm\u00e4\u00dfig  schon seit 1975. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[397],"tags":[],"class_list":["post-3335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3335"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4679,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3335\/revisions\/4679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kc-erkner.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}